DIE SCHNECKE UND DER SCHOKOHASE

 

Die Sonne strahlt, der Frühling kommt,

der Hase winkt am Horizont.

Osternester, bunte Eier

jedes Jahr 'ne große Feier.

 

So kennen wir das Jesus Fest,

das uns an ihn denken lässt.

Er starb für uns, und flog hinauf

einen Lockdown gab’s ja damals kaum,

und in der Höhle hielt’s ihn nicht

trotz des Steins mit viel Gewicht.

 

Auch ich würd gern mal wieder fliegen,

schon viel zu lang daheim geblieben,

doch auch dies’ Ostern wird es nüscht

mit Sonne, Strand und Meeresgischt.

 

Besuch kommt auch aus keinem Lande,

höchstens die britische Mutante,

doch die soll bleiben wo sie ist,

Verwandte hab ich kaum vermisst.

 

Der Urlaub muss bis Sommer warten,

und so hüpfe ich durch den Garten,

um Geschenke zu verstecken

in den allerletzten Ecken.

 

Im Gebüsch da liegt sogar

ein Schokohase vom letzten Jahr.

Er sieht fast aus wie neu geboren

nur `klebt 'ne Schnecke an den Ohren.

 

Ich schau sie an und denke mir,

schon blöd für sie das Silberpapier,

sie kommt nicht an die Schoki ran

und helfe ihr so gut ich kann.

 

So sitze ich nun auf dem Rasen, 

und teile brüderlich den Hasen,

mit dieser kleinen Weinbergschnecke

hinter meiner Brombeerhecke.

 

Ein Lächeln kommt auf meine Lippen, 

und die großen Zehen wippen,

denn die Schnecke hat mir eins gezeigt:

 

Hab Geduld, es kommt die Zeit !

 

 

(Ralf Galke)


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