LUFTHANSA 123, PROCEED DIRECT TO YOUR DESTINATION

Man kann dir den Weg weisen

aber du musst ihn selber gehen.

(Bruce Lee)


DER FLUGLOTSE

Als Fluglotse und Experte für Stressmanagement, beschäftige ich mich seit Jahrzehnten intensiv mit den Themen der positiven Psychologie, der stoischen Philosophie, des japanischen Zen, der Glücksforschung und der Stressbewältigung durch Achtsamkeit.  

 

Für die Deutsche Flugsicherung bin ich neben meine Tätigkeit als Fluglotse auch Ausbilder, Assessor, Investigator im Safetymanagements und als CISM Peer (Critical Incident Stress Management) unter der Leitung von Jeffrey Mitchell (ICISF) zertifiziert. 

Jahrelang arbeitete ich zudem als Moderator für teambildende Maßnahmen (TRM).


Manche Jobs sind die Hölle. Meiner ist der Himmel.

Was macht ein Fluglotse eigentlich ? 

Ich erklär's euch mal in Kurzform.

 

Als Fluglotse der Deutschen Flugsicherung ist es meine Aufgabe, den Luftverkehr sicher, ordnungsgemäß, flüssig und ökonomisch zu lenken.  

 

Das ganze geschieht, indem ich den Piloten über Funk Anweisungen gebe, welche Höhe und in welche Richtung sie fliegen sollen um sicher an ihr Ziel zu kommen.

 

Dabei unterscheiden wir zwischen dem TOWERLOTSEN und dem RADARLOTSEN.


Als Towerlotse ist man verantwortlich für die Rollbewegungen sowie die An- und Abflüge an einem Flugplatz. Stellt euch vor, man stülpt eine Käseglocke über den Flughafen, und für alles was innerhalb dieses Luftraumes passiert, ist der Towerlotse verantwortlich. In Deutschland erstreckt sich die Kontrollzone meistens bis zu einer Höhe von 800m und in der lateralen zwischen 15km (Breite) und 35km (Länge).

 

In Frankfurt starten und landen Flugzeuge im Sekundentakt und gleichzeitig wollen viele zur Startbahn rollen, bzw. zu ihrer Parkposition. Ein ganz schönes Gewusel wie ihr euch vorstellen könnt.

 

Towerlotse war ich 4 Jahre auf dem militärischen Flugplatz in Jever. Und auch wenn dieser Platz mittlerweile geschlossen ist, war es eine Zeit an die ich mich sehr gerne zurück erinnere.


Als Lotse vor dem Radarschirm ist man ebenso zuständig für einen fest definierten Luftraum. Dieser ist nur erheblich größer als die Käseglocke des Towerlotsen .

Man unterscheidet zwischen An- und Abfluglotsen sowie Bereichslotsen.

Erstere bekommen den Abflug direkt vom Tower auf die Frequenz übergeben, bzw. übergeben den Anflug direkt an den Tower. Bereichslotsen führen Flugzeuge außerhalb der Flugplätze auf Luftstraßen ähnlich einem Autobahnsystem nur in 3D. 

 

Da jedes Flugzeug auf dem Radarschirm als Viereck dargestellt wird und sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt, ist es unsere Aufgabe genügend Abstände zwischen diesen Vierecken herzustellen.

Das sind lateral ca. 6km und in der Höhe 300m. Was viel klingt sind auf dem Bildschirm nur wenige cm.

Teilweise funken wir zeitgleich mit 20 Flugzeugen.

 

Kein Wunder das wir nach maximal 2 Stunden eine Pause bekommen, denn die Verantwortung die wir täglich für hundert Flugzeuge und tausende von Passagieren in einem sehr dicht beflogenen Luftraum tragen ist schon enorm. Wir arbeiten alle im Schichtdienst rund um die Uhr, wobei ein Arbeitstag ca. 8 Stunden inkl. 2 Stunden Pause hat.

 

Unser Arbeitgeber, die Deutsche Flugsicherung, lässt uns flexibel die Arbeitstage und Schichten wünschen.

Ich bin seit 1998 Fluglotse im Norden Deutschlands bis zu einer Höhe von 8km tätig.


Im unteren Video könnt ihr verfolgen, wie wir Fluglotsen einen Flieger von Frankfurt nach Hamburg führen.

Die Kollegen in Bremen sitzen auch heute noch zum Teil neben mir ;)

Das sollte für einen kleinen Überblick reichen. Unser Job ist erheblich komplexer als hier beschrieben. So kümmern wir uns unter anderem auch um den militärischen Luftverkehr, Sportflieger, Fallschirmspringer, Segelflieger und einigen anderen Luftfahrtteilnehmern.

 

Wenn du dich für diesen Job interessierst, oder jemanden kennst dem du diese Verantwortung zutraust, melde dich gerne bei mir. Wir suchen händeringend Nachwuchs !