STOISCHE GELASSENHEIT

Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,

sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht.

(EPIKTET)


Vielleicht ist dir beim Lesen meines Blogs aufgefallen,

das ich mein Leben nach der Stoa, einer über 2000 Jahr alten philosophischen Lehre, ausrichte.

 

Menschen wie Seneca, Marcus Aurelius oder Epiktet faszinieren mich mit ihren Aussagen über das Leben - und die sind aktueller den je ! 

 

Gegründet wurde die stoische Schule um 300 Jahre vor Christus in Athen durch Zenon von Kition. Er war Sohn eines wohlhabenden Kaufmannes, welcher ihm bereits in jungen Jahren die Philosophie, und hier insbesondere die des Sokrates, näherbrachte.


Philosophie bedeutet übrigens übersetzt : Liebe zur Weisheit.

Sie beschäftigt sich mit den wirklich bedeutenden Fragen der Welt.

Wer bist Du ? Woher kommst du ? ... Hinterfrage alles !

Philosophieren beginnt mit dem Staunen !


Die Geschichte besagt, das im Jahre 311 v. Chr. sein Schiff, beladen mit wertvollem Purpur, vor den Küsten Athens sank - und damit seine gesamte finanzielle Existenz.

 

Doch statt mit dem Schicksal zu hadern, besann er sich auf die philosophischen Lehre "zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist."

 

Er machte sich auf den Weg nach Athen und stöberte in den Gassen.

Er fragte den Buchhändler : "Wo finde ich einen Mann wie Sokrates ?". Dieser war ja zur Zeit Zenons schon fast 100 Jahre tot. 

(Bildquelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Zenon_von_Kition)

 

Der Buchhändler sah zufällig den Kyniker Krates von Theben am Buchladen vorbeigehen und sagte Zenon : "Folge diesem Mann !" ... und so wurde Zenon sein Schüler.


Die Kyniker richtetet ihr Leben nach dem Allernotwendigsten aus. Sie besaßen fast nichts, damit sie nicht "besessen" werden. Sie wollten unabhängig von Dingen sein, um Freiheit zu erlangen.


Zenon suchte später weiter Antworten auch bei dem Platoniker Polemon und den Megarikern, welche sich insbesondere mit logischen Fragen beschäftigten, bevor er um das Jahr 300 v. Christus selbst zu unterrichten begann - in der bemalten Säulenhalle der Agora ... der Stoa Poikile !


Die Philosophie des Stoizismus in Gänze zu erklären würde den Rahmen dieser Webseite sprengen.

Ich reisse hier nur ein paar Begriffe an.

 

Der Stoizismus sieht Glück, die innere Zufriedenheit als das oberste Ziel des Menschen, und definiert diese als Abwesenheit von Leiden - was dem Buddhismus sehr nahe kommt.

 

Dort hört man oft den Begriff der ATARAXIE.

Eine Unerschütterlichkeit, eine Gelassenheit den Dingen gegenüber auf die wir keinen Einfluss haben. 

Wir reagieren besonnen, und treffen Entscheidungen rational und nicht impulsiv. 


Die Dichotomie der Kontrolle

Manche Dinge auf der Welt stehen in unserer Macht, während andere das nicht tun.

Uns obliegen unsere Urteilsfähigkeit, unser Antrieb, unser Begehren und unsere Aversionen – kurz, alles, was von unserem eigenen Handeln abhängt. Wohingegen unser Körper, unser Besitz, unser Ansehen und unsere offizielle Machtstellung nicht uns obliegen – also alles, was nicht von unserem eigenen Handeln abhängt.“  (Epiktet)


Das was heute als stoische Ruhe bezeichnet wird hat allerdings nichts mit Gleichgültigkeit zu tun.

Wir akzeptieren lediglich was ist !

 

Ataraxie und die Dichotomie der Kontrolle sind unabdingbar auf unserem Weg zur Eudaimonie - der Glückseligkeit, jederzeit die beste Version von uns, also nach ein tugendhaftes Leben (ARETE) zu führen.


EUDAIMONIE

Eine gelungene Lebensführung nach den Anforderungen und Grundsätzen einer philosophischen Ethik und den damit verbundenen ausgeglichenen Gemütszustand. Es wird mit „Glück“ oder „Glückseligkeit“ übersetzt.    (Quelle : Wikipedia)


Berühmte Anhänger dieser Philosophie waren Epiktet, Seneca und der große römische Herrscher Marcus Aurelius (kurz : Marc Aurel).

 

AMOT FATI - Liebe dein Schicksal !

Dein Gedankenlotse

 

Wenn Du mehr über den Stoizismus erfahren möchtest, empfehle ich dir folgendes Video :